Richtig laufen

Jeder Läufer oder Läuferin stellt sich irgendwann die Frage: „Was heißt eigentlich richtig laufen?“ Eine berechtigte und sehr kluge Frage, denn „richtig laufen“ vermeidet Schmerzen, Überlastungserscheinungen und Folgeschäden.

Wenn ich von „richtig laufen“ spreche, meine ich eine gesunde Lauftechnik bei der meine Gelenke natürlich/physiologisch belastet werden, Scher- und Rotationskräfte vermieden werden und keine übermäßig großen Drehmomente auf die Gelenke wirken. Scher- und Rotationskräfte in den Gelenken vermeiden, ist für mich elementar, um Knoprelabrieb und Arthrose in allen gelenken zu vermeiden. Wenn ich also richtig laufe, vermeide ich nicht nur Arthrose, willkommener Nebeneffekt ist auch, dass die meisten Läufer/-innen dadurch auch schneller werden, weil alle Kraft in Beschleunigung umgesetzt werden kann und keine Kraft durch rotationsbewegungen verschenkt wird.

Was bei jedem/jeder Läufer/-inn zum richtigen Laufen fehlt, ist sehr individuell und lässt sich am besten durch eine Laufanalyse ermitteln (http://laufdesign.com/bewegungsanalysen/).

Die drei häufigsten Fehler, die ich in den vergangenen Jahren bei meinen Analysen ermitteln konnte, waren:

  1. schlechtes Armpendel
  2. instabiles Becken/ schwache Muskeln im Hüft- und Gesäßbereich
  3. fehlendes oder schräges Abrollen

Wenn ich „richtig laufe“, rotiert meinSchultergürtel kaum sichtbar mit und meine Arme pendeln kräftig und parallel neben meinem Körper. Auf dem Video habe ich das für euch erst bewusst falsch und anschließend bewusst richtig gemacht:

Beim richtigen Laufen ist mein Becken stabil! Es kippt weder seitlich weg, noch ist es zu steil aufgerichtet oder in Hohlkreuz-Position positioniert.

Falsch:

besser: „Hosenbund waagerecht“:

Habe ich Schmerzen an den Füßen oder in der Wade, rolle ich meist nicht gerade ab. Beim „richtigen Laufen“ zeigt meine Fußspitze gerade nach vorne, meine Füße setzen parallel nebeneinander auf und der Hauptdruck beim Abrollen befindet sich auf dem Großzehengrundgelenk. In diesem Video bewusst zunächst zwei falsche Varianten und am Ende die richtige Version:

Ich gebe jedem Laufer/ jeder Läuferin den Tipp, sich selbst mit dem Handy beim Laufen zu filmen. Das eigene Körpergefühl ist sehr subjektiv und beschummelt uns gerne! Ein objektives Video ist hilfreicher beim Analysieren der richtigen Lauftechnik.